Workparty für neue Hochbeete, der Rückschlag mit der Anzucht, vom Vandalismus und Eingangstor, GleisBeet unterwegs in Berlin, einen Beutel GleisBeet bitte – in 2014 haben wir so einiges geschafft. GleisBeetlerin Katrin wagt einen Rückblick.
Unser Gartenjahr 2014 war sehr inspirierend, aufregend, niederschmetternd und lehrreich. Ich Katrin, bin seit Anfang des Jahres Mitglied bei GleisBeet e.V., kümmere mich um die digitale Welt des Vereins und teile die Vision aus der Fläche unseres Gemeinschaftsgarten einen grünen Treffpunkt nach den Prinzipien der Permakultur entstehen zu lassen.
Unseren Saisonstart im April machten die Hochbeete und der Teich. Mit Hammer, Säge, Nägel, Schaufel und jede Menge Schweiß zimmerten wir ein Hochbeet nach dem anderen und hoben die Löcher für die Teichwannen aus. Bei einer anschließenden Workparty füllten verdammt viele helfende Hände in Windeseile die Beete mit Erde. Leider waren wir für das anschließende Ansäen und den optimalen Anzuchtzeitpunkt etwas zu spät. Doch diesen Fehler machen wir kein zweites Mal und werden uns auch schon früh Gedanken zu einem Saat-Plan machen.
Im Juli stellten wir voller Stolz unser Eingangstor zu unserem kleinen Paradies fertig. Doch schon kurz darauf bekamen wir den Dämpfer des Jahres. Da das GleisBeet öffentliches Gelände ist, kommt es zwar immer wieder vor, dass mal was wegkommt oder Müll vergessen wird. Doch dieses Mal tobte ein Tornado durch unser liebevoll aufgebautes Beet. Noch heute können wir nicht verstehen, was jemand zu so einer Tat bringen kann.
Dann kam der Sommer in dem wir uns eine Gartenpause gönnten, ein bisschen in der Weltgeschichten rumreisten, Lehrgänge besuchten, zum Teil beim Arbeiten oder auch faul waren. Mit Pauken und Trompeten meldeten wir uns am 18. September mit der Onlinestellung unserer Webseite wieder und schon waren wir wieder mittendrin im GleisBeet Trubel. Den Anfang machte das Sozialraumfest auf dem Comeniusplatz, gefolgt von Suppe&Mucke. Zwei tolle Veranstaltungen auf denen wir den Gedanken der Permakultur verbreiten durften und an unserem Stand auf jede Frage eingingen. Nebenher meldeten wir uns noch zum Polly&Bob Kiezfond an, einem Nachbarschaftsfond, dessen Spendeneinnahmen nach Ablauf an die beteiligten Projekte aufgeteilt wurde.
Auf unsere größte Herausforderung trafen wir dann am 15. und 16. November mit der Teilnahme am Heldenmarkt am Postbahnhof. Unsere erste professionelle Nachhaltigkeitsmesse – dank Jakob -, auf der wir auf jeden Fall glänzen wollten. Nach Kaules Bauplan machten wir uns an den Stand Bau, suchten die Inhalte für unsere Informationsplakate zusammen – hier ein fettes Danke an Rebecca, die mit viel Geduld, Fleiß und Liebe unsere Plakate gestaltet hat – , ließen Postkarten drucken, bastelten Give-Aways und bedruckten mit Hilfe des Vétomat unsere ersten Stoff Beutel. Wir opferten jede freie Minute für die Vorbereitung und als dann der große Tag kam, wurden wir mit viel positiver Resonanz von den Besuchern belohnt. Es waren zwei aufregende Tage, mit schönen Gesprächen und einem tollen Austausch mit den Besuchern und auch Ausstellern.
Den Abschluss unseres ereignisreichen Jahres bildeten die Eintragung unseres Vereins im Vereinsregister sowie Annabellas Anmeldung ihrer Bachelor Arbeit, die das Thema mit dem momentanen Arbeitstitel „Erstellung eines Permakulturellen Modells auf einer konterminierten innerstädtischen Grünfläche.“ behandelt. Zwei Ereignisse, die das GleisBeet auch in 2015 mächtig beschäftigen werden. Und wir freuen uns alle darauf.
Den finalen öffentlichen Auftritt 2014 hatten wir am 22. Dezember bei der Preisverleihung des Polly&Bob Kiezfonds. Stolz übernahm Jakob den symbolischen Scheck vom Organisator Volker entgegen und wir freuten uns irrsinnig über die Aufstockung unserer Vereinskasse.
Auch für 2015 haben wir uns so einige Projekte vorgenommen: Start der Umsetzung von Annabellas Bachelor Arbeit und unserem Permakultur Design, Bau eines Podest, Beantragung von Förderbeträgen, Redesign unserer Webseite, Ausweitung unserer Vereinstätigkeiten und noch ein paar Sonderüberraschungen, die wir euch noch nicht verraten werden.
Das ganze GleisBeet Team möchte euch danken, dass ihr mit uns im Dreck wühlt, einen Traum lebt, die Prinzipien der Permakultur voranbringt und uns so fleißig folgt und eure Gartenideen mit uns teilt.
Falls ihr auch noch Lust habt uns finanziell zu unterstützen, dann freuen wir uns über eure Spende. Übrigens, ab einer Spende ab 10 Euro gibt es als Dankeschön einen GleisBeet Beutel.
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